Tokio: Ehemaliger Yokozuna Takanohana verliert Wahl in den Sumo-Vorstand-Verband

TOKIO (DJZ) – Der beliebte Sumo-Älteste und ehemalige Yokozuna Takanohana konnte am vergangenen Freitag seinen Sitz im Vorstand im Sumo-Verband nicht wiedererlangen.

Herr Takanohana war der erste Sumo-Verbandsdirektor, der vor dem Ende seiner Amtszeit entlassen wurde. Der Grund seiner Entlassung war die Handhabung eines Vorfalls, der kurz vor dem Kyushu-Turnier, im letzten Jahr bei einer Regionalen Tour (Jungyō) stattfand. Während eines Abendessen, in der Präfektur Tottori, brach ein Streit zwischen zwei ranghohen mongolischen Ringern aus. Der damalige Yokozuna Harumafuji griff Herrn Takanoiwa während des Abendessen an. Herr Takanoiwa schenkte dem damaligen Yokozuna Harumafjuji keine Aufmerksamkeit während dieser einen jüngeren Junior Westler ausschimpfte, stattdessen schaute er auf sein Handy. Diese Respektlosigkeit machte den Yokozuna wütend. Er sprang auf und schlug mehrfach auf den Kopf von Herrn Takanoiwa, u.a. auch mit einer Karaoke Fernbedienung, ein. Dies war die Schlussfolgerung nach mehrfachen Interviewen mit der Polizei. lt. verschiedenen Media Outlets.

Der Manager von Herrn Takanoiwa, Herr Takanohana, meldete diesen Vorfall der Polizei. Damit verstieß er gegen den Sumo-Code des Stillschweigens (eine Version des Omerta), der die öffentliche Bekanntmachung von internen Streitigkeiten verpönt.

Herr Takanohana wurde auch dafür kritisiert, dass er sich weigerte, mit der internen Untersuchung zu kooperieren, bis er sich am 25. Dezember dem Krisenstab der JSA zur Verfügung stellte, obwohl er den Fall der Polizei gemeldet hatte.

Der ehemalige Yokozuna Harumafuji schied am vierten Tag des Kyushu-Turniers aus. Nachdem Herr Harumafuji die Beschuldigungen zugab, mußte er Ende November vom Sumo Sport zurücktreten.

Herr Takanoiwa, der ein hochkarätiger Maegashira-Ringer war, musste aufgrund seiner Verletzungen das gesamte 15-tägige Kyushu-Turnier aussetzen und wurde im Januar für das Neujahrs-Turnier in die zweite Liga zurückgestuft.

Herr Takanohana wurde wegen dieses Vorfalls am 4. Januar vom Vorstand von seinen Pflichten entbunden/entlassen.

Am vergangenen Freitag standen 11 Kandidaten für 10 Sitze zur Wahl, Herr Takanohana stellte sich ebenfalls der Wahl. Vor seiner Degradierung im Januar hat er vier Wahlen zur Vorstandsmitgliedschaft gewonnen. Doch bei dieser Wahl erhielt er nur zwei Stimmen bei der Abstimmung. Insgesamt waren 101 Sumo Älteste im Ryogkoku Kokugikan in Tokio zur Stimmabgabe berechtigt.

Die Namen der 10 Gewinner werden dem Beirat der JSA vorgelegt, der nach dem nächsten großen Turnier im März ihre Zustimmung geben wird. Bis dahin sind diejenigen, die bei der Wahl gewählt wurden, technisch noch Kandidaten. (Foto von TBS TV)

 

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