Japan: Kriminalitätsrate auf dem tiefsten Stand seit 2002

Tokio (DJZ) – Die Zahl der registrierten Verbrechen in Japan ist im Jahr 2017 weiter gefallen und erreichte den Rekordtief von 915.111 aufgrund eines starken Rückgangs der Diebstähle, zeigten vorläufige Polizeidaten im Januar 2018.

Seit 2002 (2,85 Millionen Höchststand) ist die Gesamtzahl der kriminellen Fälle in Japan kontinuierlich gefallen. Die Regierung verstärkte ihre Anstrengungen zur Bekämpfung der Kriminalität, indem sie die Zahl der Polizisten erhöhte und den Einsatz von Überwachungskameras erweiterte.

Im Jahr 2016 fiel die Zahl erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter die 1-Millionen-Marke von 996.120.

Internet-Kriminalität dagegen verzeichnet einen leichten Anstieg, lt. Polizeibericht. Insgesamt gab es 5.756 Verbrechen die im Zusammenhang mit sozialen Netzwerken oder andere Internet-Dienste stehen. 3,8-facher Anstieg seit 2013. Vor Kontakten mit Personen, die man nicht persönlich kennt wird daher gewarnt.

Überraschenderweise nehmen Kidnapping und Menschenhandel zu. Es gab 239 Fälle im Jahre 2017. Darunter  50 Grundschulkinder, 40 Realschüler und 42 Oberschüler.

Viele Opfer sind junge Mädchen, die von zu Hause weggelaufen sind.

Es wird angenommen, dass Betrugsdelikte in Cyber und via Telefon zunehmen wird.

Die Gesamtzahl der schweren Straftaten wie Mord und Raub fiel auf 10.889, 657 Fälle  weniger wie im Vorjahr 2016.

Nach der Gesetzesänderung im Vergewaltigung Paragraph im Juli vergangenen Jahres, stieg die Zahl der Fälle im Vergleich zum Vorjahr um 122, auf 1.111 Fälle. Dies schließt nun auch männliche Opfer ein.

Die Zahl der unzüchtigen Übergriffe und Raubüberfälle ist seit dem Vorjahr um 380 bzw. 480 Fälle auf 5.808 und 1.852 Fälle zurückgegangen, während es 920 Mordfälle und 959 Fälle von Brandstiftung gab. Im Vergleich zu 2013 sank die Zahl der Raubüberfälle um 44,3 Prozent.

Betrügereien ähnlich wie „Der Enkeltrick“ erklärt bei xy-ungelöst im Oktober 2017 sind neuerdings auch gegenwärtig. In Japan heisst dieser Betrug „Erz-Erz“, so viel wie „ich bin es, ich bin es“.

Verdächtige wurden oft durch polizeiliche Befragung identifiziert, gefolgt von anderen Mitteln wie Überwachungskameras und Polizeiverhören. In vielen Fällen wurden die Täter von Überwachungskameras identifiziert.

 

 

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