Tokio: Gangster schmuggelte Gold aus Hongkong

TOKIO (DJZ) – DIE Tokio Metropolitan Polizei hat ein 34-jähriges Mitglied einer speziellen kriminellen Vereinigung wegen des angeblichen Schmuggels von Gold festgenommen. Er wird beschuldigt im letzten Jahr Gold aus Hongkong eingeschmuggelt zu haben,  berichtet TBS News am 16.05.2018.

Im Dezember fanden Zoll-Beamte insgesamt zehn Kilogramm Gold im Wert von rund 45 Millionen Euro, die im unteren Teil von Kisten lagen, die als Fracht am Flughafen in Haneda eintrafen.

Die Polizei hat Tsubasa Honjo, ein 34-jähriges Mitglied von Dragon, beschuldigt, Zoll- und Einkommensteuergesetze verletzt zu haben, weil er angeblich die Anweisungen zur Durchführung des Verbrechens gegeben habe. In diesem Zusammenhang werden 10 weitere Personen gesucht.

Nach Angaben des Finanzministeriums ist die Zahl der Fälle von Goldschmuggel seit der Erhöhung der Verbrauchssteuer von 5 Prozent auf 8 Prozent im Jahr 2014 angestiegen. Zwischen 2016 und letztem Jahr stieg die Zahl von 811 auf 1.347, wobei die beschlagnahmte Menge sich verdoppelte bis 6.200 Kilogramm. In rund 25 Prozent der Fälle war der Ursprung des Goldes Hongkong.

Da die Verbrauchssteuer auf Gold in Hongkong Null ist, können Schmuggler attraktive Gewinne erzielen, indem sie die Bars in Edelmetallgeschäften in Japan weiterverkaufen. „Die Belohnung ist riesig“, erzählt eine Person, die mit einer kriminellen Organisation verbunden ist.

Die Polizei glaubt, dass Honjo eine solche Taktik verfolgt hat, da er seit dem vergangenen Jahr mehr als 100 Millionen Yen in Gold geschmuggelt hat.

Strafverfolgungsbehörden hatten „Drachen“ zusammen mit „Kento Rengo“ lange als Bosozoku Biker-Banden angesehen. Ab 2013 begann die Nationale Polizeibehörde jedoch damit, die Bosozoku-Banden als „Pseudo-Yakuza“ -Gruppen zu klassifizieren, um den wahren Zustand ihrer Aktivitäten besser widerzuspiegeln.

Die Polizei vermutet nun, dass Honjo in 150 Fällen weiteren Fällen der gleichen Straftat teilgenommen hat, wobei der Gesamtwert des Goldes fast 4,9 Milliarden Yen betrug.

(Bild: Screenshot von ANN News, bearbeitet von DJZ)

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