Japan : Auflösung im Fall der Leichenzerstückelung in Hyogo, Chinese als Täter vermutet

JAPAN (DJZ) – Als Teil einer Untersuchung in der menschliche Überreste gefunden wurden, die vor zwei Jahren in einem Fluss in der Stadt Itami entdeckt wurden, sucht die Polizei der Präfektur Hyogo die Hilfe der chinesischen Behörden um den Täter zu ergreifen, der in dem Fall vermutet wird.

Bis jetzt hat sich das Unterfangen als nutzlos erwiesen, vor allem weil China und Japan keinen Auslieferungsvereinbarung haben. Daher wird Japan die Anfrage evtl. aufgeben,  berichtet die Sankei Shimbun am 16.05.2018.

Am 10. und 11. Oktober 2016 wurden verschiedene Körperteile eines Mannes, darunter ein Kopf, Torso, zwei Arme und zwei Beine, in einigen Böden und Büschen in der Nähe des Flussbettes des Flusses Ina unter einer Brücke gefunden.

Laut Polizei waren die Arme am Ellenbogen abgeschnitten. Die Beine, deren Füße schwarze Socken trugen, waren am Knie abgetrennt worden.

Später identifizierte die Polizei die Leiche als einen 20-jährigen chinesischen Austauschschülers, der zu dieser Zeit in einer Wohnung in Abeno Ward, Osaka, lebte.

Der chinesische Staatsangehörige, der in diesem Fall gesucht wurde, hat das Opfer in Japan kennen gelernt. Der Polizei zufolge tötete der Verdächtige das Opfer in der Residenz irgendwann Ende September oder Anfang Oktober und warf die abgetrennten Überreste in das Flussbett.

Der Verdächtige verließ Japan nach dem Vorfall. Die Polizei hat einen Haftbefehl wegen Mordverdachts und Verlassen einer Leiche ausgestellt.

Am 18. Mai besuchten Behörden aus China und Hyogo die Fundstelle der Entdeckung der Überreste und der Wohnung.

Kein Auslieferungsvertrag

Der Besuch scheint ein Entgegenkommen der Strafverfolgungsbehörden in Japan zu sein. Nachdem die Polizei die Hilfe von Behörden in China durch Interpol angefordert hat, da kein Auslieferungsabkommen zwischen Japan und China besteht. Danach wurden Untersuchungsmaterialien zwischen den beiden Ländern ausgetauscht.

China drängte jedoch darauf, dass der Verdächtige nach chinesischen Recht strafrechtlich verfolgt wird,  welches das Gesetz vorschreibt. Aus diesem Grunde ga es zahlreiche Anfragen von den chinesischen Behörden die Fundstelle besuchen zu können.  Die japanischen Behörden versuchten dies zu vereiteln.

Die Inspektion im Mai folgte dem trilateralen Japan-China-Korea-Gipfel in Tokio. „[Li Keqiangs Besuch] ist der erste von einem chinesischen Premierminister in Japan in sieben Jahren“, wurde ein Beamter von der Sankei zitiert. „Ich nehme an, dass der Wunsch, die bilateralen Beziehungen zu stabilisieren, die Räder des Rechtssystems antreibt.“

(Bild: DJZ)

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