Kumamoto: Messerstecher von Polizei erschossen

KUMAMOTO (DJZ) – Die Polizei der Präfektur Kumamoto hat auf einen Mann geschossen, nachdem dieser angeblich einen Polizisten und einen anderen Mann mit einem Messer verletzt hat. Der Mann starb später im Krankenhaus. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Kumamoto am vergangenen Montag, berichtet ANN am 28.05.2018.

Gegen 16.30 Uhr soll der 36-jährige Verdächtige einen 65-Jährigen auf einen Parkplatz  während eines Streits, mit einem Messer, dessen Klinge 15m lang ist, niedergestochen haben. Danach verfolgte er einen anderen Mann über eine Strecke von ca. 400m bis zu einer Feuerwache.

Die zwei Beamten, die auf den Notruf reagierten, forderten den Verdächtigen vor Ort auf, sein Messer niederzulegen. Der Verdächtige griff daraufhin einen Beamten an und verletzte diesen mit dem Messer im Gesicht. Daraufhin schoss ein 40-jähriger Polizist 5x auf den Täter. Vier Kugeln trafen den Täter in den Oberkörper und den rechten Arm.

Der Verdächtige wurde im Krankenhaus um 17.44 Uhr für tot erklärt.

Noch bevor der Verdächtige im Krankenhaus ankam, wurde dieser wegen des Verstoßes gegen das Schwerter- und Feuerwaffen-Kontrollgesetz verhaftet. Es wird nun geprüft, ob Anklage wegen Mordes erhoben werden soll.

Das niedergestochene Opfer vom Parkplatz erlitt leichte Verletzungen. Der Mann der vom Parkplatz geflüchtet war, konnte sich in einem Büro verschanzen.

„Ich denke, der Einsatz einer Handfeuerwaffe war in dieser Situation unvermeidlich, in der das Leben von Opfern und Polizisten in Gefahr war“, sagte Shingo Eto, der stellvertretende Leiter der Kumamoto-Higashi Polizeiwache. „Aber wir werden die Fakten nochmals prüfen.“

(Bild: Screenshot von ANN News, bearbeitet von DJZ)

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