Gunma: Wohlfühl-Mädchen twittert ihr Martyrium

GUNMA (DJZ) – Eine Hostess wurde am vergangenen Dienstag in einem Liebeshotel in Isezaki mit einem Messer verletzt, berichtet Tabloid Yukan Fuji am 14.06.2018.

In Japan ist Prostitution nicht erlaubt. Doch wie so oft, gibt es Wege dieses Verbot zu umgehen oder aber andere, ähnliche Dienstleistungen anzubieten. Sogenannte Wohlfühl-Läden sind allgemein bekannt dafür, dass es hier Möglichkeiten gibt nicht koital aber Sex-Verwandte Dienstleistung zu erhalten. Der Kunde fragt nach einer Massage oder anderen Service and bittet darum diesen Service direkt im Hotel zu erhalten.

So auch am vergangenen Dienstag. Der 46-jährige Shoichi Yanagawa, wohnhaft in Oizumi benötigte einen Wohlbühl-Moment. Irgendwann wählte er die Nummer eines Call-Center-Wohlfühl-Laden, der ihm umgehend eine 30-jährige Angestellte in ein Liebeshotel in Tsunatorimachi schickte. Genauer gesagt in den Raum B2. Gegen 21.20 Uhr geht Shoichi Yanagawa mit einem Messer auf das Wohlbühl-Mädchen los. Was war passiert?

Was sich dort im Hotel abspielte, hat das 30-jährige Wohlfühl-Mädchen (man nimmt an, dass der Tweet von dem Mädchen stammt…) kurze Zeit später getwittert:

  • Ich habe mich gewehrt.
  • „Ich habe für eine Ewigkeit geweint, weil ich nicht sterben wollte“, schrieb sie. „Ich habe „Honban“ abgelehnt (voller Sex) und der Kunde zog ein Messer und stach auf mich ein. Ich bin gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden und mache jetzt eine Anzeige bei der Polizei.“
  • Sie fügte hinzu, dass ihr Leben nicht in Gefahr ist.

Der Tweet, der seitdem gelöscht wurde, enthielt eine Sammlung von Bildern, die ihr blutiges Gesicht und Blutflecken auf den Betttüchern und dem Boden des Zimmers und des Badezimmers zeigten.

Der Täter, Yanagawa, wurde anschließend wegen Mordverdachts verhaftet. Er gibt zu, dass er sie verletzt hat aber bestreitet den Vorwurf, dass er die Frau töten wollte, teilt die Isezaki Polizeiwache mit.

Die Frau erlitt leichte Verletzungen, sagte die Polizei.

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